Dienstag, 8. November 2016

"Der rote Faden - Gedanken Spinnen Muster Bilden", Vernissage am 16.November 19 Uhr, Frankfurt am Main

Warum bildete ein Webstuhl die Grundlage für den ersten Computer? Weshalb stammen so viele Mathematiklehrer in Peru aus Weberfamilien? Und wieso sagt man auf Sumba, dass die Kinder im Leib der Mutter gesponnen werden?

Fäden, Stoffe und Muster begleiten uns wie selbstverständlich in unserem Alltag. Weltweit prägen textile Begriffe unseren Sprachgebrauch, unsere Erzählungen und Mythen. Die Herstellung von Textilien stimuliert unser räumliches Vorstellungsvermögen und mathematisches Denken.
DER ROTE FADEN reflektiert und präsentiert die kulturell vielseitigen Techniken der Textilproduktion – ausgehend von den Sammlungen aus den Amerikas, Südostasien, Ozeanien und Afrika. Viele Werkzeuge, Fasern, Stoffe und andere Objekte werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert: ein  mit Silberfäden durchwirkter Ikat-Schal aus Java, eine präkolumbische Koka-Tasche aus den Anden, ein Umhang – Statussymbol der Maori – sowie fein bestickte Raphia-Plüsche aus Zentralafrika.
Im Rahmen der Ausstellung widmen sich auch Künstlerinnen und Komponisten den Textilien und ihrer Symbolkraft, ihren Bedeutungen und aktuellen Zusammenhängen. Junge Komponisten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) übersetzen indonesische Stoffe aus der Sammlung des Weltkulturen Museums in moderne Klangteppiche. Die Verbindung der textilen und der digitalen Welt visualisieren zwei Künstlerinnen mit Installationen. Ausgehend von geflochtenen Körben der Sammlung Amerikas zeigen nordamerikanische  Künstlerinnen die poetischen Zusammenhänge zwischen Text und Textur wie auch Aspekte ihrer indigenen Identität auf. Frankfurter Jugendliche produzieren einen eigenen Film zu Fragen alternativer Textilherstellung.
Eine Begleitpublikation mit wissenschaftlichen und künstlerischen Beiträgen sowie mit umfassendem Bildmaterial erscheint auf Deutsch und Englisch im Kerber Verlag.




Dienstag, 15. November, 11 Uhr:   Pressekonferenz zur Ausstellung
Mittwoch, 16. November, 19 Uhr: Vernissage  

Weltkulturen Museum
Schaumainkai 29-37
60594 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten:
Di.-So: 11-18 Uhr   Mi: 11-20 Uhr   

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