Freitag, 3. März 2017

Vorträge begleitend zur Ausstellung „DER ROTE FADEN – Gedanken Spinnen Muster Bilden“, Weltkulturen Museum, Frankfurt am Main

 

GESPRÄCHE IN DER AUSSTELLUNG
 
Jeden Mittwoch um 18 Uhr, Samstag und Sonntag um 15 Uhr
Gespräche in der Ausstellung „DER ROTE FADEN - Gedanken Spinnen Muster Bilden“ (bis 27. August 2017)
Kosten des Gesprächs im Eintritt inklusive


KURATORINNENNFÜHUNGEN

„Reserviert: Farbenspiele und Ikat-Stränge“
Sonntag, 5. März, 15 Uhr

Vanessa von Gliszczynski (Kustodin Südostasien, Weltkulturen Museum)
Mittwoch, 15. März, 18 Uhr
Eva Ch. Raabe (kommissarische Leitung und Kustodin Ozeanien, Weltkulturen Museum)
 
Fäden, Stoffe und Muster begleiten uns wie selbstverständlich in unserem Alltag. Weltweit prägen textile Begriffe unseren Sprachgebrauch, unsere Erzählungen und Mythen. Die Herstellung von Textilien stimuliert unser räumliches Vorstellungsvermögen und mathematisches Denken.
Kuratorinnen erläutern die kulturell vielseitigen Techniken der Textilproduktion – ausgehend von den Sammlungen aus den Amerikas, Südostasien, Ozeanien und Afrika.
Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29
Kosten der Führung im Eintritt inklusive

RESTAURATORINNENNFÜHUNG
 
„Einfach Bügeln?”

Samstag, 18. März, 15 Uhr
Kristina Werner (Restauratorin, Weltkulturen Museum)
Was sind die Aufgaben eines Restaurators? Welche Rolle spielt er beim Ausstellungsaufbau? Und werden Textilien im Museum eigentlich gebügelt? Antworten gibt die Restauratorin Mareike Mehlis und ermöglicht dabei einen etwas anderen Blick auf die Ausstellung.
Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29
Kosten der Führung im Eintritt inklusive

THEMENFÜHRUNG
 
„Der Stoff aus dem die Mythen sind: Von heiligen Gewändern und textilen Kosmogonien“
Mittwoch, 22. März, 18 Uhr

Matthias Claudius Hofmann (Volontär, Weltkulturen Museum)
Fäden, Schnüre und Textilien sind in allen Gesellschaften von großer kultureller Bedeutung. Dies zeigt sich nicht zuletzt in mythischen Erzählungen, in denen Textilien oder die Geräte zu ihrer Herstellung beispielsweise den Ursprung der Welt oder das Wesen der Gesellschaft erklären. Die Führung vertieft diesen Zusammenhang zwischen textilen Objekten und ihren Mythen.
Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29
Kosten der Führung im Eintritt inklusive

VERANSTALTUNGEN

Mittwoch, 8. März, 19 Uhr
Vortrag: „Die Zukunft traditionellen Handwerks in Bangladesch? Eine nachhaltige Perspektive“
Sven Bergmann und Lisa Wagner (Hessnatur Unternehmenskommunikation, Butzbach)
Am Beispiel der klassischen Selvedge Denim Jeans, die auf Handwebstühlen gewebt und mit Natur-Indigo, einem Roh­stoff, der in Bangladesch wächst, gefärbt werden, erläutern Sven Bergmann und Lisa Wagner vorbildliche Produktions­verfahren in Bangladesch.
Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37
5€ / 2,50€ ermäßigt

Mittwoch, 29. März, 19 Uhr
Vortrag: „Der globale Fußabdruck. Ursachen und Folgen der textilen Produktionskette“
Vivek Batra  (Geschäftsführer, Hessnatur, Butzbach)
Vivek Batra, seit Jahrzehnten in der internationalen Textilbranche tätig, spricht über die globale Dimension und die historischen Hintergründe der Textilindustrie.
Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37
5€ / 2,50€ ermäßigt


zur Ausstellung:


DER ROTE FADEN – Gedanken Spinnen Muster Bilden
17. November 2016 – 27. August 2017
Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29

Warum bildete ein Webstuhl die Grundlage für den ersten Computer? Weshalb stammen so viele Mathematiklehrer in Peru aus Weberfamilien? 
 
Fäden, Stoffe und Muster begleiten uns wie selbstverständlich in unserem Alltag. Weltweit prägen textile Begriffe unseren Sprachgebrauch, unsere Erzählungen und Mythen. Die Herstellung von Textilien stimuliert unser räumliches Vorstellungsvermögen und mathematisches Denken.

DER ROTE FADEN reflektiert und präsentiert die kulturell vielseitigen Techniken der Textilproduktion – ausgehend von den Sammlungen aus den Amerikas, Südostasien, Ozeanien und Afrika. Viele Werkzeuge, Fasern, Stoffe und andere Objekte werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert: ein  mit Silberfäden durchwirkter Ikat-Schal aus Java, eine präkolumbische Koka-Tasche aus den Anden, ein Umhang – Statussymbol der Maori – sowie fein bestickte Raphia-Plüsche aus Zentralafrika.

Im Rahmen der Ausstellung widmen sich auch Künstlerinnen und Komponisten den Textilien und ihrer Symbolkraft, ihren Bedeutungen und aktuellen Zusammenhängen. Tobias Hagedorn und Raphaël Languillat, zwei junge Komponisten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK), übersetzen indonesische Stoffe aus der Sammlung des Weltkulturen Museums in moderne Klangteppiche. Die Verbindung der textilen und der digitalen Welt visualisieren die Künstlerinnen Maren Gebhardt und Ruth Stützle Kaiser mit Installationen. Ausgehend von geflochtenen Körben aus der Amerika-Sammlung zeigen Shan Goshorn und Sarah Sense, zwei nordamerikanische  Künstlerinnen, die poetischen Zusammenhänge zwischen Text und Textur wie auch Aspekte ihrer indigenen Identität auf. Frankfurter Jugendliche produzieren einen eigenen Film zu Fragen alternativer Textilherstellung.


Mehr Informationen unter:

Weltkulturen Museum
Schaumainkai 29-37, 60594 Frankfurt am Main,
www.weltkulturenmuseum.de