Montag, 11. Juni 2018

Andrea Pesendorfer, Linz

Die Ursprünge, dieses Strangs meiner künstlerischer Arbeit, liegen in einem Malereidiskurs, der sich mit den essentiellen Bestandteilen der Malerei auseinander setzte.

In meinen frühen Arbeiten machte ich den Bildträger –die Leinwand – als solches zum Bild.  Durch Heraus- oder/und Verziehen der Fäden entstanden Linien, Transparenzen, Leerstellen, Durchblicke, Verschie­bungen.  Mein Interesse galt dem dahinterliegenden, dem Untergrund, dem Bloßlegen, dem Minuswachstum,...
Bei den „bewegten Bildern“ wird dieses Prinzip angewandt und weiterent-wickelt. Der Stoff, die weitergeführte Leinwand, ist vom Rahmen gelöst.  Die losen Fäden lassen Bewegung zu und je nach Luftzirkulation entsteht eine sich  fortzusetzende Wellenbewegung. Schon geringste Luftströme, etwa durch Bewegung der Menschen im Raum, oder durch leicht differierende Lufttempe­raturen hervorgerufen, werden sichtbar. Die Bilder bekommen dadurch eine ganz besondere Präsenz. 
Sie werden wesenhaft.


Komposition rotgrün Hg.E2, Changeant Fäden gezogen, 240x270 cm, 2012
Detail, Ausstellungsansicht Westbahnstr., 2012
Ausstellungsansicht Westbahnstr., 2012
Weißschwarz-Diptychon, Changeant Fäden gezogen, 180x250cm, 2016 Foto: Jens Sundheim
o.T., Leinwand Fäden gezogen, 196x196cm, 2004
Detail aus: o.T., Leinwand Fäden gezogen, 2004

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