Sonntag, 12. August 2018

Ausschreibung: 6. Internationale Textil Biennale Rijswijk


6. Internationale Textil Biennale Rijswijk -  Ausstellungszeitraum von Juni bis November 2019
Ziel der Textil Biennale Rijswijk ist es, die Vielfalt und den Einfallsreichtum zeitgenössischer Textilkunst zu präsentieren. Um ausgewählt zu werden, müssen Künstler von einem internationalen Auswahlkomitee nach sorgfältiger Auswertung Ihrer vorgestellten Kunstwerke beurteilt werden.
Künstler, die an der Textil Biennale Rijswijk 2019teilnehmen möchten, werden gebeten, Ihre Daten und Bilder ihrer Werke hier hoch zu laden: BiennialMuseumRijswijk.nl.
Deadline: 31. August 2018
Für weitere Informationen kontaktieren Sie Kuratorin Anne Kloosterboer, AnneKloosterboer@museumrijswijk.nl oder + 31 (0) 70 390 3617


mehr Informationen unter:
http://www.museumrijswijk.nl/english.php

Sonntag, 15. Juli 2018

Llaura Sünner, Hamburg


Nähert sich der Betrachter den in weichem Filz gearbeiteten Objekten und Werken der Künstlerin Llaura I. Sünner, so müßte er in mehrfacher Weise irritiert sein, denn alle in die raumbezogenen Installationen eingearbeiteten Dinge, Geräte, Apparate und Instrumente erscheinen merkwürdig bekannt und unbekannt zugleich: die eigene Wahrnehmung und Erinnerung läßt zunächst die Ge-Bilde in einem funktionalisierten Anwendungs-Kontext als Geräte, Instrumente und architektonische Versatzstücke zur Bearbeitung von sichtbarer Materie erscheinen. Im nächsten Schritt der Wahrnehmung, bei der genaueren Begutachtung, gerät die Wahrnehmung einer physischen und physikalischen Realität ins Schwanken und Wanken, denn die Dinge selbst scheinen nicht mehr zu sein, was sie vorgegeben haben und erscheinen transformiert in eine psychische und unsichtbare Realität, die parallel zur physikalischen erscheint. Damit öffnet sich eine erweiterte Erkenntnis über die Tatsachenesoterik der scheinbar objektiv gegebenen Realität. Nicht nur, das Zeichen, Bezeichnetes und Bezeichnendes auseinanderfallen, sondern auch die Dinge selbst verweisen auf eine subjektive Sinnlichkeit und Geschichtlichkeit.

Prof. Gunnar F. Gerlach

 

'Wendeltreppen', Filz/Holz/Draht, 2010/2011
'Motor', Filz
'Doppelhandsägen', Filz, 2017/18
'Baumbalkon', 2017

'Wasserkollekte', Trichter mit Schläuchen aus Filz, 2006/2009

Mehr Informationen unter:
www.llaurasuenner.de



Dienstag, 10. Juli 2018

"Fiktion", Victoria Martini, 20.7.-29.7.2018, München

Victoria Martini stickt Bilder seit fast 20 Jahren. 1999 - damals noch als Studentin der Malerei an der Akademie in Stuttgart - begann sie die Sticktechnik als künstlerisches Ausdrucksmittel zu verwenden.

Das Sticken ist für Victoria Martini eine Strategie mit der Sujets konfrontiert, kommentiert und erweitert werden. Wobei sie es sich zunutze macht, dass in dieser künstlerischen Technik selbst eine widersprüchliche Natur, eine gewisse Ambivalenz steckt: zum einen das altmodische und verstaubte Image und zum anderen ein bestimmtes Potential an Provokation und ein Anflug von Renitenz. [...] (Andrea Czermak)



VERNISSAGE: Donnerstag, 19. Juli 2018 / Beginn 19:00 Uhr
Streitfeldstraße 33, Rückgebäude, 81673 München
 
AUSSTELLUNG: 20. bis 29. Juli 2018
ÖFFNUNGSZEITEN: Freitag 17 bis 20 Uhr / Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr

Diese Veranstaltung wird gefördert vom Landeshauptstadt - Kulturreferat

Mehr Information:
www.victoriamartini.net
www.projektraum.streitfeld.net

Montag, 25. Juni 2018

'Klangspuren' Nina und Stefan Lindlahr, 27.5. bis 15.7.2018, Bad Driburg

In der Klangspuren-Serie erzählen Nina und Stefan Lindlahr in mixed-medialen Arbeiten vom Erinnern durch Sprache, Objekt, Klang und Material. Untersucht werden Äquivalenzen von materiell-textiler und klanglich-musikalischer Wahrnehmung in biografischen und kulturellen Kontexten. 
Nina Lindlahr ist Textil- und Kunstpädagogin und arbeitet als Dozentin an der Uni Paderborn im Fachbereich Textil. Als Künstlerin und Sängerin sind ihre Stimme und ihr Songwriting, auf der Bühne und im Studio, Teil verschiedener elektro-akustischer Musikprojekte.

In ihren Texten und in ihrer künstlerischen Arbeit ist sie Beobachterin und Erzählerin; mit der Neugier an biografischen Fragmenten und dem Unerwarteten. Stefan Lindlahr ist Klangforscher und Sounddesigner. Anfangs analog, Tonband-basiert, dann digital im golden age of sampling, hat er als Musiker und Produzent zahlreiche Bands begleitet. Seine Experimentierfreude und seine Erfahrung bringt Stefan heute in die Entwicklung innovativer Musik-Software ein.



Ausstellungsansicht, Foto: Franz Goder 2018

Burg Dringenberg
Burgstraße 33
33014 Bad Driburg
 
27.5. bis 15.7.2018

Öffnungszeiten:
Mi und Sa: 14 Uhr bis 17 Uhr
So und Feiertag: 10 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 17:30 Uhr

Mehr Infromation:
www.artdriburg.com/ausstellungen


Sonntag, 24. Juni 2018

"Durchforstet", Vernissage am 10.7.2018, Galerie Kleppart, Paderborn





Durchforstet

Die Ausstellung DURCHFORSTET der beiden Hamburger Künstler Llaura I. Sünner und Jens Rausch behandelt das Thema des vom Menschen bewirtschafteten Waldes in Form von Skulpturen und Malereien.

Llaura I. Sünners Werkzeuge der Waldbewirtschaftung, die sie in das Material Filz übersetzt, offenbaren unter Wegnahme des eigentlichen Wesenskern eine absurd und auch infrage stellende Betrachtungsweise der Dinge.

In Jens Rauschs malerischen Arbeiten verschmelzen und verstoffwechseln sich wiederum natürliche Materialien, die zumeist selbst aus Prozessen stammen, zum Beispiel Ruß, Asche, Bitumen und Eisenoxid. Physikalisch-chemisch und prozesshaft lässt er Wald immer wieder neu erwachsen.

Vernissage: Dienstag, 10.07.2018 um 19.30 Uhr

Ausstellungsdauer: 11.07. - 14.08.2018

Öffnungszeiten: MI 17 - 19 Uhr, SA 12 - 14 Uhr

'Männer', Gudrun Heinz und Sarah Schultz, 10.6.-15.7.2018, Karlsruhe



Ausstellungsansicht

10. Juni – 15. Juli 2018

MÄNNER – Ein Ausstellungsprojekt von Gudrun Heinz und Sarah Schultz

Ev. Stadtkirche Karlsruhe
Krypta, Marktplatz
76133 Karlsruhe









Öffnungszeiten:
Sa u. So: 12 – 16 Uhr
Mi – Fr: 16 – 19 Uhr
Eintritt frei, Führungen nach Absprache

Mehr Information:
www.quiltsundmehr.de
https://blog.bernina.com
www.stadtkirche-karlsruhe.eki-musterhausen.de

Dienstag, 19. Juni 2018

'Projekt an der Schnittstelle zwischen Mode und Kunst' an der ABAI Universität in Almaty/Kasachstan, Mai 2018

JUGENDMODE - GLOBAL CODIERT UND (TEXTIL-) KÜNSTLERISCH REFLEKTIERT

Das Projekt, das an der ABAI - Universität in Almaty/ Kasachstan im Mai 2018 durchgeführt wurde, beschäftigt sich mit Selbstinszenierung durch Kleidung im Vergleich: in gemäßigt islamischen Ländern (Russische Teilrepublik Tschetschenien und Kasachstan) und Deutschland.
Kleidung ist zugleich non-verbales Kommunikationsmittel und Seismograph gesellschaftlich- politischer Zusammenhänge. Mit ihr und mit Hilfe digitaler Medien kommunizieren Jugendliche weltweit und nehmen an einem global organisierten Modekonsum teil. Trotzdem gibt es gruppenspezifische Abgrenzungen und nationale Unterschiede, die ggf. zu deutlichen und auch konfliktträchtigen Unterschieden in der Eigen- und Fremdwahrnehmung führen können. Mode sollte als soziale und ästhetische Praxis sowie als Kommunikationsmittel mittels künstlerischer und performativer Herangehensweisen nachgegangen und in ihren nationalen und internationalen Ausprägungen reflektiert werden.

Es wurde der Frage nachgegangen, inwieweit Selbst- und Fremdbild voneinander abweichen. Wie werden die jeweils landestypischen Jugendmoden in der anderen Kultur rezipiert? Es sollten aber nicht nur national, kulturell und religiös bedingte Abgrenzungen und Unterschiede aus verschiedenen Kulturen herausgearbeitet werden, sondern auch Gemeinsamkeiten im Hinblick auf eine zu beobachtende Globalisierung von Jugendmode, die vor allem durch internationale Modemarken vorangetrieben wird.
Am Anfang standen dokumentarische Fotos, die die Teilnehmer/innen (29 weibliche und 3 männliche Studierende) in ihren mitgebrachten Outfits zu verschiedenen Situationen zeigen: Alltagskleidung in der Universität, Outfit beim Ausgehen mit Freunden und festliche Kleidung in offiziellen Situationen. Bei allen drei Anlässen zeigten sich ziemlich große kulturelle Unterschiede, z.B. in bestimmten Kleidungsvorschriften (schwarz/weiß in der Uni in Tschetschenien) und vor allem in der Inszenierung der Weiblichkeit. Durch Überarbeiten des eigenen Fotos (Collage, Malerei) in Tableau-Größe wurde eine interkulturelle künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema erreicht. Durch spielerisches, improvisiertes Tauschen und Neukombinieren von Kleidungsstücken ergaben sich Annäherungen in der äußeren Erscheinung, die sich im gemeinsamen Präsentieren der Kombinationen zeigte.

Das Projekt wurde vom DAAD im Rahmen des Profils "Ost-West-Dialoge" (Zusammenarbeit mit zentralasiatischen Ländern) gefördert.

Ulrike Weiss und Anne-Marie Grundmeier, Freiburg

Uni-Outfit Deutschland
Uni-Outfit Kasachstan
Uni-Outfit Tschetschenien

Ausgeh-Outfit Deutschland
Ausgeh-Outfit Tschetschenien

Ausgeh-Outfit Kasachstan